SSL Zertifikate mit Let’s Encrypt

Seit dem Frühjahr 2016 ist Let’s Encrypt aus der Beta Version raus. Viele Sponsoren haben ihre Verträge verlängert und durch eine einfache Implementierung findet es auch immer größer Verwendung.

Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, das Web auf HTTPS umzustellen. Ungeschützte Seiten sollen dann Geschichte sein. Um das zu erreichen haben Sie bereits einen Meilenstein erreicht. Sie sind bereits eines der größten CA auf dem Markt. Zusammen mit den prominenten Sponsoren wie Google Chrome, Mozilla oder Ciso gilt Let’s Encrypt auch weiterhin als sehr vertrauenswürdig. Darum spricht hier auch nichts gegen den Produktiven Einsatz.

Let’s Encrypt. Kostenlos!

Was ich in den letzten Monaten auch beobachten konnte: Viele Hosting-Anbieter bieten zusätzlich zu den Standard Paketen noch einen kostenlosen Service um die SSL-Zertifikate von Let’s Encrypt anzubinden. Wenn man das so sieht wird klar, dass damit die Anzahl an unverschlüsselten Verbindungen tatsächlich abnehmen wird.

Doch warum muss man für andere Zertifikate etwas bezahlen? Nun das hat primär mit zwei Dingen zu tun. Zum einen wird Let’s Encrypt von einigen großen Sponsoren unterstützt. Somit rechnet sich das dann zumindest wieder finanziell. Zum anderen hat es dann doch noch etwas mit der Sicherheit zu tun. Es gibt mittlerweile Zertifikate (z.B. im Bankenumfeld) die eine hohe Verschlüsselung garantieren. Das diese dann nicht günstig oder gar kostenlos sind ist eigentlich klar. Doch auch Let’s Encrypt bietet ein hohes Maß an Verschlüsselung. Der Trend geht auf jeden Fall in die Richtung, das kostenlose Zertifikate angeboten werden. So gibt es diese z.B auch bei CloudFlare und StartSSL.

Ausblick

Für 2018 hat Let’s Encrypt bereits die lang ersehnten Wildcard Zertifikate angekündigt. Somit kann man für alle Subdomains noch einfacher die Zertifikate erstellen.

Ich selbst nutze mittlerweile nur noch die Zertifikate von CloudFlare da ich meine Domains schon darüber konfiguriert habe. Doch wer diese Möglichkeit nicht hat, für den ist Let’s Encrypt wirklich zu empfehlen.

In einem weiteren Beitrag werde ich zeigen, wie einfach die Implementierung zusammen mit der automatischen Verlängerung ist. Dies werde ich an einem Beispiel demonstrieren.

Blog jetzt mit HTTPS/SSL-Zertifikat

Ab heute ist mein Blog unter https://blog.maxham.de/ erreichbar. Leider hat die Umstellung auf die verschlüsselte Datenübertragung nicht ganz reibungslos funktioniert. Zwischenzeitlich war der Blog mehrere Stunden nicht erreichbar. Doch das hat sich gelohnt. Denn jetzt ist die Webseite mit einem SSL-Zertifikat eingebunden.

Domainumzug

Mit dem Umzug auf einen anderen Server habe ich mich für die verschlüsselte Übertragung via HTTPS/TLS entschlossen. Da ich unter anderem DNS und Caching bereits über CloudFlare steuere, habe ich nun auch das SSL-Zertifikat von CLoudFlare eingebunden. Dies seht ihr je nach Browser z.B. an dem Schloss in der URL-Bar.

SSL-Zertifikat mit Chrome/Windows
Chrome/Windows
Warum ein SSL-Zertifikat?

Warum aber ein Blog via HTTPS? Naja das hat mehrere Gründe. Unteranderem wird der Schutz der Daten immer mehr gefordert. Nicht nur von den Verbrauchern. Per Gesetzt gilt z.B. bereits in verschiedenen Bereichen (wie Banken oder Onlineshops) eine Pflicht für SSL-Zertifikate. Dies weitet sich immer mehr aus und gilt teilweise auch schon für Kontaktformulare. Als Entwickler wollte ich das aber einfach auch mal an meiner eigenen Webseite probieren. Da ich jetzt auch die Probleme kenne, wir der Umzug meiner Hauptdomain wesentlich leichter fallen.

In einem späteren Beitrag werde ich noch von der Möglichkeit berichtet, wie man seine Webseiten mit dem Let’s Encrypt SSL-Zertifikat verschlüsseln kann. Denn dieser Anbieter hat es sich zum Ziel gesetzt, alle unverschlüsselten Seiten auf HTTPS umzustellen.

DigitalOcean: Server Deployment

Im Gegensatz zu anderen Anbietern hat sich DigitalOcean hauptsächlich auf das Deployment von virtuellen Cloud Server konzentriert. Da hier in den vergangenen Jahren ständig optimiert wurde, kann nun in wenigen Sekunden eine neue virtuelle Maschine aufgesetzt werden.

In der Web-Oberfläche muss man zunächst ein Image auswählen dass eine Distribution oder ein anderes Paket wie Node.js, MongoDB, LEMP oder Docker sein kann. Im Anschluss wählt man noch die gewünschte Server Größe. Da gibt es verschiedene Stufen die man auswählen kann. Diese steigen von 512MB RAM für 5$ auf bis zu 64GB RAM für 640$. Der verfügbare Speicher (SSD Disk) steigt auch entsprechend an. Wer mehr Speicherkapazität benötigt kann sich zusätzlich ein Block Storage anhängen. Diese sind aktuell aber nur in NYC1 und SFO2 verfügbar. Die Kosten betragen 0,10$ je GB.

Digital Ocean: create droplet
Digital Ocean: create droplet

Im Anschluss kann man optional noch den Hostnamen angeben. Außerdem kann man bis zu zehn virtuelle Maschinen gleichzeitig mit demselben Image erstellen. Mit diesen drei Schritten ist man wirklich echt schnell und kann so in kurzer Zeit eine virtuelle Maschine aufsetzen. Wenn man dies einige Male gemacht hat, dauert es bis zum Zugriff auf den Server nur ein bis zwei Minuten.

Ein weitere Vorteil von DigitalOcean ist die sehr übersichtliche API. Hier kann man dann über einen einzigen Befehl einen neuen Server, mit entsprechenden vorinstallierten Anwendungen und SSL-Zertifikaten erstellen. Somit benötigt man auch kein root-Passwort mehr.

Deployment

Doch für was kann man das nun nutzen? Man kann mit DigitalOcean in kurzer Zeit ein komplexes Netzwerk in verschiedenen Datenzentren aufbauen. Denkbar wäre auch das Aufsetzten von Hochverfügbarkeits-Systemen (HA für high availability) die durch die Möglichkeit der Skalierung schnell angepasst werden können. Durch das schnelle Aufsetzten und die Nutzung der API ist es aber auch für Entwickler Teams ein hoher Vorteil. So können einheitliche Server aufgesetzt werden oder im Handumdrehen Test-Server erstellt werden, die die Applikation bereits installiert haben. Wie man dies durch die API realisieren kann, werde ich in einem weiteren Beitrag berichten.

 

DigitalOcean: Netzwerk in der Cloud

Mittlerweile gibt es jede Menge Cloud-Anbieter, bei denen man in kürzester Zeit komplexe Netzwerke in der Cloud aufsetzten kann. Die Verwendung reicht hier von der einfachen Installation einer virtuellen Maschine um z.B. Anwendungen zu testen bis hin zu so genannten „High Availability“ Systemen, die aufgrund der schnellen Skalierung in der Cloud von hohem Nutzen sein könne.

Die beliebtesten oder bekanntesten Anbieter bleiben wohl auch hier Amazon mit AWS, Microsoft mit Azure und Google mit ihrer Cloud Platform. Doch auch Anbieter wie 1&1 oder Strato bieten mittlerweile Cloud-Dienste an, um die ständig steigende Nachfrage zu decken.

Die Erfahrung macht es aus

Im Laufe der letzten Jahre habe ich mir immer wieder verschiedene Dienste angesehen und ausprobiert. Nach meiner Erfahrung kann ich sagen, dass es „die perfekte Lösung“ nicht gibt. Die Entscheidung welchen Anbieter oder Dienst man letzten Endes verwenden möchte hängt stark an der Anwendung, dem Budget sowie dem Unternehmen oder Entwickler, der sich damit auseinander setzen muss.

In diesem Beitrag möchte ich aber auf DigitalOcean eingehen. Im Vergleich so Amazon AWS ist DigitalOcean ein noch sehr junges Unternehmen. Richtig in Fahrt ist es erst im Jahr 2013 geworden. Mittlerweile wird es aufgrund der leicht zu implementierenden Deployment API in vielen Projekten verwenden (z.B. Laravel Forge). Das ist auch einer meiner Gründe, warum ich ein absoluter Fan davon bin.

Was man alles machen kann

Die grundsätzliche Funktionalität besteht darin, virtuelle Linux Server zu installieren. Dazu gibt es verschiedene Distributionen zur Auswahl sowie diverse Images mit vorinstallieren Anwendungen wie MongoDB, WordPress, Docker oder LEMP. Zusätzlich hat man noch die Möglichkeit, Netzwerke innerhalb eines Rechenzentrums einzurichten, Backups zu konfigurieren oder zusätzliche IPs zu ergänzen.

Ein weiterer Vorteil ist, das DigitalOcean eine wahnsinnig große Community mit sehr erfahrenen Experten besitzt. Hier gibt es zahlreiche Tutorials die man sich durchlesen kann umso Szenarien für die eigene Verwendung zu nutzen. Da man mit DigitalOcean doch sehr viel machen kann, werde ich  die einzelnen Bereiche in den nächsten Ausgaben beschreiben.